Void-Stone

1987, George Brecht

  • © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Arp Museum Bahnhof Rolandseck
    George Brecht »Void-Stone« (1987)
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Zum Werk

Der »Void-Stone« (90 x 130 x 60 cm) in der Gartenanlage vor dem Museumseingang stammt aus einer Werkgruppe von drei verschiedenen »Void-Stones«. Diese schuf der Künstler George Brecht anlässlich der Ausstellung »Skulptur-Projekte 87« für die Stadt Münster.

Das englische Wort »Void« (Leere/leer/leeren/entleert) ist in den Findling eingemeißelt. Dieser steht nun in einem nach oben hin offenen Baumumfeld – so frei in der Vertikalen, wie die architektonischen »Voids« von Daniel Libeskind im Jüdischen Museum in Berlin.

Das Wort »Void« – vielleicht nur ein kaum zu bestimmender und flüchtiger Gedankenanstoß – steht in eigentümlichem Kontrast zu der dichten Masse des Steins. Damit thematisiert der Künstler eine paradoxe Umkehrung kosmischer Gesetze von Dichte und Leere, von Erdenschwere und Geistesfreiheit.

Über den Künstler

George Brecht wurde 1925 in New York City geboren. Er starb am 5. Dezember 2008 in Köln. Als Künstler der Fluxus-Bewegung begriff er seine Werke als Forschungen um die Beschaffenheit menschlicher Erfahrungen. Zentrale Themen in den Arbeiten von George Brecht sind Lebensgefühle wie Leere, Unbestimmtheit und Widersinnigkeit. Experimente, Zufälle und Paradoxe bestimmten dabei seine Kunstformen.

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