Lapsus

2013, Michael Volkmer
Remagen – Leinpfad / Nähe Campingplatz Goldene Meile

Michael Volkmer hat mit seiner Arbeit »LAPSUS«, lateinisch für »Ausrutscher«, eine 7 Meter lange Bodenarbeit für das Skulpturenufer Remagen geschaffen. Die Arbeit ist direkt in das Pflaster des Leinpfades eingelassen.

  • © Arp Museum Bahnhof Rolandseck
    Michael Volkmer – Lapsus, 2013
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Zum Werk

Der Künstler nutzt den Begriff Lapsus im Sinne eines eher geringfügigen, unwillkürlichen Fehlers. Für seine Arbeit verändert er das Pflaster des Leinpfads am Rhein, indem er Teile der grauen Verbund-Pflastersteine durch eingefärbte Steine erstetzt. Er formiert sie zu Buchstaben, die das Wort »LAPSUS« ergeben.

 

Michael Volkmer unterbricht damit ganz bewusst ein bestehendes genormtes, funktionales Ordnungssystem und definiert es ästhetisch neu. Dabei bewahrt der Künstler die vorgegebene Anordnung des im Läuferverband verlegten Pflasters. Jedoch verändert er die Struktur, in dem das »eingeschriebene« Wort »LAPSUS« in der von ihm gewählten Farbe RAL 1015 (Hellelfenbein) hervorgehoben lesbar wird.

 

Ganz im Sinne Hans Arps greift Volkmer damit dessen künstlerisch besetzten Begriff der Metamorphose auf: Durch das Aufbrechen bestehender Ordnungen bildet sich – im Sinne einer Verwandlung – eine neue Form in der Form. Durch die wellenartig geformten Steine stellt die Bodenarbeit eine assoziative Verbindung zum sanften Fließen des Rheins her.



Über den Künstler

Michael Volkmer wurde 1966 in Ludwigshafen geboren. Er lebt und arbeitet in Neuhofen.

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