Erlebnis Region

Moderne Rheinromantik

Die Bahnhofsterrasse in Rolandseck gibt den Blick frei auf die malerische Landschaft des Rheins und das sagenumwobene Siebengebirge. Doch abseits der traditionsreichen Rheinromantik hat sich die zeitgenössische Kunst die Gegend leise erobert – ganz im Sinne des Künstlerpaares Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp, durchdringt Kunst das Leben, durchdringt sie die gesamte Region.

  • ©  Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Ulrich Pfeuffer, GDKE
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    Das architektonische Ensemble des Arp Museums Bahnhof Rolandseck
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Ulrich Pfeuffer, GDKE
  • © und Foto: Romantischer Rhein Tourismus GmbH
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    Blick vom Rotweinwanderweg auf das Weindorf Mayschoss im Ahrtal
    © und Foto: Romantischer Rhein Tourismus GmbH
  •  © und Foto: Touristinformation Remagen
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    Die Apollinariskirche in Remagen
    © und Foto: Touristinformation Remagen
  •  © und Foto: Touristinformation Remagen
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    Die Rheinpromenade in Remagen
    © und Foto: Touristinformation Remagen
  • © und Foto: Romantischer Rhein Tourismus GmbH
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    Blick durch den Rolandsbogen auf den Drachenfels
    © und Foto: Romantischer Rhein Tourismus GmbH
  •  © Stadt Bonn, Foto: Michael Sondermann
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    Der Kaiserplatz in Bonn mit Blick auf die Poppelsdorfer Allee
    © Stadt Bonn, Foto: Michael Sondermann

Rolandseck und die Rheinromantik

Ein besonderes Eck

Was macht der hier, mag sich manch ein Besucher angesichts des imposanten klassizistischen Bahnhofsbaus fragen, der seinen Blick über den Rhein schweifen lässt. Der umgebende Ort lässt nicht vermuten, dass Rolandseck ein großes Passagieraufkommen zu bewältigen hatte. 

 

Doch es waren die wohlsituierten rheinischen Familien, die die Sommerfrische an den malerischen Ufern des »Rheinischen Nizza« verbrachten und auf eine angemessene Verkehrsanbindung in Richtung Köln und Koblenz nicht verzichten wollten. Und wo heute die Bundesstraße verläuft, beherbergten einst zahllose Hotels die nach Romantik durstenden Gäste. 

 

Bewaldete Berge im Rücken, richtet sich der Blick auf das Siebengebirge sowie die Rheininseln Grafenwerth und Nonnenwerth. Im Norden schließt sich ein Sinnbild der Romantik an, der Rolandsbogen, Zeugnis der tragisch-romantischen Liebesgeschichte des Ritters Roland. Was heute noch Besucher verzaubert, machte den Bahnhofsbau von Anfang an zu einem beliebten Treffpunkt und Veranstaltungsort und diente als Inspiration und Bezugspunkt für unzählige Kunstwerke.

Im Hier und Heute

Der Bezug zur Kunst hat sich mit dem Museumsensemble erhalten und setzt sich in der umgebenden Landschaft fort: Das Skulpturenufer Remagen bereichert die Rheinkilometer zwischen Kripp und Rolandswerth seit 2001 mit ausgesuchten Kunstwerken. Das Skulpturenufer ist Teil des berühmten Rheinradweges,der auf seinem Weg vom Quellgebiet des Rheins in den Schweizer Alpen zur Mündung in Rotterdam auch das Rolandseck streift. Wer nicht selber mit dem Fahrrad anreist, nutzt die Gelegenheit und mietet vor Ort. So lässt es sich wunderbar an einer der Fahrradführungen teilnehmen, die wissensdurstigen Besuchern noch ein bisschen mehr Hintergrund vermitteln.

 

Hier lässt sich Kunst ganz neu erleben und lädt Fahrradfahrer wie Wanderer ein, innezuhalten. Dieses Übertreten der Kunst in die Landschaft ist auch Einladung zur Kommunikation, stellt das Arp Museum nicht als elitären Solitär in eine malerische Landschaft, sondern fordert auf zum Austausch und zum gemeinsamen Entdecken.

Sie kommen per Helikopter? Kein Problem, dank des »arp heliport« des Künstlers Res Ingold ist das Arp Museum auch aus der Luft perfekt zu erreichen.

Ziele in der Umgebung

Von Vorteil ist auch die zentrale Anbindung des Bahnhofs Rolandseck an Köln und Bonn, an Koblenz und Mainz, die Besucher mit ihren jeweils eigenen kulturellen Highlights locken. Wen die Natur ruft, der aber schnürt die Wanderschuhe und begibt sich auf den wildromantischen Rotweinwanderweg oder den geschichtsträchtigen Rheinburgenweg. Auch der weltweit höchste Kaltwasser-Geysir in Andernach lockt als einzigartiges Naturschauspiel.

 

Oder Sie besuchen die »geheimen gärten rolandswerth«, die im historischen Hentzenpark Natur und Skulptur zu einem kunstvollen Ensemble verbinden. Und wer sich für Zeitgeschichte begeistert, der macht einen Abstecher in den ehemaligen Regierungsbunker Ahrweiler, der heute als Museum ein besonderes Kapitel des kalten Krieges dokumentiert.

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