24. Apr 2017  |  Bekanntmachung

Der Richard Meier-Bau ist von Montag, den 24. April 2017, bis Samstag, den 27. Mai 2017, aufgrund von Umbauarbeiten geschlossen und wird anlässlich der Ausstellung »Henry Moore – Vision. Creation. Obsession« wieder eröffnet. In dieser Zeit können Sie noch bis zum 7. Mai 2017 die Ausstellung »Bühnenreif 2. Akt (1600–1900) besuchen. Der historische Bahnhof bleibt die gesamte Zeit über geöffnet. In diesem Zeitraum gilt der ermäßigte Eintritt.

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Saskia Niehaus

  • © Arp Museum Bahnhof Rolandseck
    Saskia Niehaus, ohne Titel, 1998
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Mick Vincenz

Zum Werk

Papier, Gouache, Wachs
30 x 38 x 40 cm

In der plastischen, skulpturalen Darstellung des Menschen konzentriert sich Saskia Niehaus häufig auf Kopf und Büste, in der Darstellung des Tieres dagegen auf die ganze Gestalt. Ihr Augenmerk richtet sie auf den Ausdruck, die verknappte Physiognomie und Gebärdensprache. Wesentlich ist ihr dabei sichtlich die haptische Qualität, die Assoziation von Haut und Körperlichkeit. Außer dem vergilbten, befleckten Zeitungspapier, Pack-Back- und Seidenpapier, das sie mit Kleister tränkt, um es zu formen, verwendet sie Lehm und Ton, den sie in gleicher Weise knetet und modelliert. In einem weiteren Schritt bemalt sie das Papier und überzieht es schließlich mit Wachsschichten, mal hauchdünn, mal in dicken knubbeligen Schichten. Oftmals setzt Saskia Niehaus der Ästhetik des Schönen ihre Ästhetik des Hässlichen, Grausamen, Skurrilen und fast Abstoßenden entgegen. Die Wachsschichten scheinen die Skulpturen auf eine eigenartige Art und Weise zu entmaterialisieren und ihr etwas Flüchtiges und Vergehendes einzuhauchen.

Saskia Niehaus wurde 1968 in Essen geboren und lebt und arbeitet in Köln.

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