2008, Johannes Brus
Remagen-Kripp – Rheinallee / Fähranleger
Rheinkilometer 630
Mit seiner Skulptur Treidelpfad, einem Boot aus Beton und zwei Pferden aus Bronze, bezieht sich Johannes Brus auf die Geschichte des Ortes Kripp. Kripp war eine bedeutende Treidelstation zwischen Köln und Koblenz, bevor die Dampfschifffahrt ab 1860 die traditionellen Treidelschiffe ablöste. Jahrhundertelang wurden die Schiffe flussaufwärts mit Hilfe von Pferden gezogen. Das Treideln bedeutete eine große Anstrengung für die Pferde, die zudem aufgrund der Reflexion der Sonne im Wasser, häufig auf dem linken Auge erblindeten und durch den beständigen seitlichen Zug des Seiles kreuzlahm wurden.
Johannes Brus kehrt nun in seiner Skulptur die Arbeitsverhältnisse um. Seine Pferde eines flussaufwärts, das andere flussabwärts platziert, stehen stolz, von jeglicher Last befreit, auf einem Schiffsdeck.
Johannes Brus *1942 in Gelsenkirchen geboren, lebt und arbeitet in Essen-Kettwig