Jonas Burgert

Sinn frisst
16. Feb 2020 – 16. Aug 2020

  • Jonas Burgert, schlag Luft, 2019
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    Jonas Burgert, schlag Luft, 2019
    © Foto: Lepkowski Studios © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
  • Jonas Burgert Feinwund, 2019
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    Jonas Burgert, Feinwund, 2019
    © Foto: Lepkowski Studios © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
  • Jonas Burgert Puls spur stop, 2012
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    Jonas Burgert, Puls spur stop, 2012
    © Foto: Lepkowski Studios © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Über die Ausstellung

Jonas Burgert (* 1969) zählt zu den Protagonisten der Malerei der Gegenwart von internationalem Rang. Für die große museale Einzelschau im Arp Museum Bahnhof Rolandseck schafft er sieben neue monumentale Gemälde und einige Skulpturen. Sie werden in der großen, lichtdurchfluteten Ausstellungsetage des Neubaus von Richard Meier gezeigt, ergänzt durch kleinere Arbeiten und Zeichnungen.

 

Jonas Burgerts Malereien scheinen aus der Zeit gefallen zu sein: Sie oszillieren zwischen Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem. Dabei spielen tagespolitische Themen und solche, die die moderne Gesellschaft spiegeln sowie kunsthistorische Rückgriffe eine Rolle. Es sind großformatige, überwältigende Malereien, die in altmeisterlicher Manier, oft pinselhaarfein an Perfektion kaum zu übertreffen und in einem wahren »Farbenrausch«, den Besucher in Atem halten. Der Farbpalette scheint dabei keine Grenze gesetzt zu sein und die Farben zeigen sich gedeckt, hell leuchtend, in freier flüchtiger Gestik aufgetragen oder exakt und pointiert gesetzt. In diesem Farbenmeer treffen archaische, mythologische und dem Zeitgeist verpflichtete Figuren wie auch Tiere aufeinander, die als exotische Gestalten in bizarre Gewänder gehüllt, oder umwickelt, die Szenerie beherrschen und miteinander verbinden. Das kaum überschaubare Gewimmel und dynamische Geschehen unterliegt auch den umfassenden Tiefen der Phantasie und des Unbewussten. In einem gleichzeitigen Nebeneinander bildet Jonas Burgert  unterschiedliche Erzählstränge ab, die auf den ersten Blick ungeordnet und wild erscheinen. Auf den zweiten Blick ist es ein wohlkomponiertes künstlerisches Universum, das uns gefangen nimmt: Eines das uns beunruhigt, das uns verstört, das schön, melancholisch und zugleich bedrohlich ist, eines das apokalyptisch und surreal anmutet. Dabei steht die menschliche Existenz mit all ihren Abgründen, Begierden und Ängsten im Fokus. Denn wer sonst als der Mensch bestimmt das Leben mit all seinen Schattierungen.

 

Zur Ausstellung wird eine Publikation (Deutsch/Englisch) erscheinen.

Ansprechpartner

Kuratorin Zeitgenössische Kunst

Jutta Mattern M.A.

+49 2228 9425-13
mattern@arpmuseum.org

Leiterin Kommunikation

Claudia Seiffert M.A.

+49 2228 9425-39
seiffert@arpmuseum.org

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