Live-Action-Rollenspiel Event

11 – 15 Uhr  |  Vorplatz
Sonderveranstaltung – Performance

15 Jul 2018

Let's (I)Arp von Frederique Pisuisse, Grant Moxom, Nora Hansen

Horizontal Comedy mit Anne Louise Hoffmann

Salon Story mit Soya Arakawa

Nach Ablauf der großen Henry Moore Ausstellung erklärt Elmar Hermann einen leeren Sockel vor dem Museum zur Bühne für ein Performance-Programm, das er gemeinsam mit befreundeten KünstlerInnen realisiert. Der Dauerhaftigkeit der benachbarten Skulptur »Bewegtes Tanzgeschmeide« von Hans Arp wird die zeitliche Begrenztheit der unterschiedlichen Beiträge gegenübergestellt. Ein Video der ebenfalls eingeladenen Künstlerin Taisiya Ivanova überträgt diesen Dialog zwischen den einzelnen Akteuren und der musealen Umgebung in den Ausstellungsraum. Das Programm auf dem Sockel erstreckt sich über die gesamte Laufzeit der Ausstellung von Ende April bis Mitte Juni.

Let's Arp (I) ist eine von drei Performances der Künstlerin Nora Hansen. In wechselnden Collaborationen mit Josefine Reisch, Frederique Pisuisse, Grant Moxom, Soya Ayakawa und Elmar Hermann entstanden drei Werke, die den Kontext der Nachlassverwaltung um Hans Arp untersuchen. Die KünstlerInnen werden der Frage nachgehen, was von einem Werk bleibt, und wie eine intime Auseinandersetzung mit Künstler und Werk auch posthum möglich ist. Gegenstand der Untersuchung wird der Kontext des Museums, als Verwalter und Vermittler von Kunstwerken, Liebesbriefe zwischen Hans und SophieTaeuber-Arp, als intimste Zeitzeugen, und ein historisches Live-Action-Rollenspiel sein, indem Hans Arp und WeggefährtInnen wieder zum Leben erwachen.

Während ihrer Performance Horizontal Comedy erzählt Anne Louise Hoffmann Witze über fette Mamas. Dabei trägt sie ein eigens produziertes Kostüm, das sich an Entwürfen von Sophie Taeuber-Arp orientiert. Die Witze verlieren in diesem Kontext ihre ursprüngliche beleidigende Funktion und eignen sich eine eigenartige Überdimensionalität an. Dieses Ritual erzeugt eine temporär geometrisierte Version der Venus von Willendorf. Die Mama ist kein Stand-Up-Comedien sondern drückt ihren Humor über die Horizontale aus.

Die Salon Story von Soya Arakawa ist eine Serie von Interventionen, die den aufwändigen Prozess der Keramikproduktion thematisieren. Auf dem Sockel baut Soya Arakawa einen Ofen und brennt darin Keramiken aus vor Ort gefundenem Material wie zum Beispiel Erde und Holz. Mit den entstandenen Keramikobjekten erzählt Soya Arakawa Geschichten, die biografische und fiktive Elemente miteinander in Verbindung bringen.

Der Eintritt für die Performances ist kostenfrei!

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