2015, Bettina Pousttchi
Rheinkilometer 636,4
Mit der Arbeit Marianne aus der Skulpturengruppe der Squeezer folgt Bettina Pousttchi dem Grundgedanken des Skulpturenufers Remagen, die Skulpturen auf den ersten Blick als etwas Alltägliches wahrzunehmen und sie erst beim genauen Hinschauen als Kunstwerke zu identifizieren. Diese Irritation wird nochmals verstärkt, indem alltägliche Objekte des Stadtraums – in diesem Fall Straßenpfosten – die wir alle zur Sicherung und Markierung von Verkehrswegen kennen, sich nun als deformierte Skulpturengruppen zeigen, die Opfer externer Kräfte geworden zu sein scheinen. Dennoch offenbaren sich die Skulptureninseln aus pulverbeschichtetem Edelstahl auf einer großangelegten Spielfläche aus Beton letztlich als lebendig angeordnete Werke, die sich aus ihrer Erstarrung zu lösen scheinen und ihre neue Heimstätte nun spielerisch besetzen und choreografisch beleben.
Bettina Pousttchi*1971 in Mainz, lebt und arbeitet in Berlin