08. Feb 2023  |  Bekanntmachung

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Stella Hamberg

Corpus
09. Mai 2021 – 27. Feb 2022

  • Stella Hamberg, vom Verrecken und der absoluten Unmöglichkeit zu sterben 2 - der Gefährte, 2008
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    Stella Hamberg, vom Verrecken und der absoluten Unmöglichkeit zu sterben 2 - der Gefährte, 2008
    © Sammlung Ina Bitter und Dr. Roland Quinten, Foto: Mick Vincenz
  • Stella Hamberg, sieben100millionen, 2008 | Trance 2, 2016-18 | Trance 3, 2016-18
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    Stella Hamberg, sieben100millionen, 2008 | Trance , 2016-18 | Trance 3, 2016-18
    © sieben100millionen, Sammlung Hense | Trance 3, Sammlung Brecht-Bergen; Foto: Mick Vincenz
  • Stella Hamberg, großer Schatten, 2015
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    Stella Hamberg, großer Schatten, 2015
    © Privatsammlung Köln, Foto: Mick Vincenz
  • Stella Hamberg, the curve 2 - Stille, 2015 & the curve 3 - echoes in my head, 2015
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    Stella Hamberg, the curve 2 - Stille, 2015 & the curve 3 - echoes in my head, 2015
    © Hort Family Collection, Foto: Mick Vincenz
  • Stella Hamberg_das ist das
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    Stella Hamberg, das ist das, 2015
    © Stella Hamberg, courtesy Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin, 2020 | Foto: Mick Vincenz
  • Trance 2
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    Stella Hamberg, Trance 2, 2018
    © Stella Hamberg, courtesy Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin, 2020 | Foto: Mick Vincenz
Stella Hamberg

»Geschmolzenes Metall ist wie kurz in das Licht der Sonne zu Blicken«

Über die Ausstellung

Stella Hamberg (*1975, lebt und arbeitet in Berlin und Brandenburg) ist eine Ausnahmeerscheinung im aktuellen dreidimensionalen Kunstschaffen. Ihre bisher umfassendste Museumsschau zeigt 23 Arbeiten aus den Jahren 2007 bis 2021. Gegen den Trend knüpft die Bildhauerin selbstbewusst an klassische plastische Traditionen an, entwickelt dabei aber ihre eigene zeitgemäße bildnerische Handschrift im Zusammenspiel von Antike, Mittelalter und Moderne. Im Zentrum
steht stets das Ringen mit der zeitgenössischen Darstellbarkeit der menschlichen Figur und ihren formalen wie existentiellen Fragestellungen.

Mit großer handwerklicher Könnerschaft gelingen Stella Hamberg übermannshohe und tonnenschwere Großskulpturen ebenso wie kleinformatige Werkgruppen. Ihre beeindruckenden Plastiken realisiert sie vorwiegend im traditionsreichen Werkstoff Bronze, der von jeher die Dauerhaftigkeit mit der Metamorphose verbindet. So bleibt der Schöpfungsprozess ausgehend vom weichen Ausgangsmaterial Ton oder Gips auch im vollendeten Werk sichtbar. Die Patinierung der Skulpturen reicht von schwarz glänzenden oder stumpfen bis hin zu farbigen Oberflächen. Im Kontrast dazu stehen jüngere Werke aus
glatt geschliffenem Alabastergips in strahlendem Weiß.

Monströs und vor urwüchsiger Vitalität strotzend oder aber besiegt und im Scheitern begriffen stellen sich uns die menschlichen und tierischen Wesen entgegen. Mal erinnern
ihre abstrakten Formen an mythologische Fabelwesen, mal handelt es sich um fragmentarische Körperstudien. Der Körper ist zentrales Element in der Kunst von Stella
Hamberg. Er ist grundlegende Bedingung und bestmögliches Instrumentarium bei der Wahrnehmung der eigenen Leibhaftigkeit und Kreatürlichkeit. Indem die Künstlerin
ihren Figuren eine unmittelbare Gegenwart verleiht, gibt sie uns digital fragmentierten Menschen des 21. Jahrhunderts unseren Körper zurück. Als ein Fest von Licht, Schatten und Kontur inszeniert die Ausstellung Corpus die kraftvollen Skulpturen Stella Hambergs mit ihren teils expressiv-rohen teils fein modellierten Oberflächen. Erstmals seit Jahren wurden Einbauten auf der obersten Ausstellungsetage wieder entfernt und die Oberlichter geöffnet, so dass die einzigartige Präsenz ihrer bildhauerischen Formen für die
Betrachter*innen buchstäblich im schönsten Licht erscheint. Diese besondere Ausstellungsinszenierung verbindet sich mit dem diesjährigen Themenjahr des Arp Museums Bahnhof Rolandseck Fantastisch plastisch. Hier treffen Stella Hambergs Skulpturen auf die historischen Meisterwerke der Sammlung Rau und auf die Ausstellung Rodin /Arp. Im hochkarätigen Zusammenspiel durch die Jahrhunderte entrollt sich vor unseren Augen die Entwicklungsgeschichte der Skulptur vom Mittelalter bis hin zur  Gegenwartskunst.

Ausstellungsrundgang mit Stella Hamberg und Kuratorin Jutta Mattern

Die Künstlerin Stella Hamberg bringt uns im Dialog mit Kuratorin Jutta Mattern ihre aktuelle Ausstellung CORPUS so nah, dass wir selbst im digitale Vis-á-vis mit den Skulpturen auf unsere eigene körperliche Existenz zurückgeworfen werden. In den lichtdurchfluteten Räumen der Arp-Etage des Richard-Meier-Baus ist eine Ausstellung entstanden, die die Kuratorin Jutta Mattern als "... ein skulpturaler Kosmos, ein Fest von Licht, Schatten, Kontur und Verwandlung" beschreibt.

Podcast

Katalog

Ansprechpartnerinnen

Kuratorin Zeitgenössische Kunst

Jutta Mattern M.A.

+49 2228 9425-13
mattern@arpmuseum.org

Kuratorische Ausstellungsassistentin

Sylvie Kyeck M.A.

+49 2228 9425-15
kyeck@arpmuseum.org

Leiterin Kommunikation

Claudia Seiffert M.A.

+49 2228 9425-39
seiffert@arpmuseum.org

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