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Zu den Sternen!
Weltraum und Weltflucht seit der Moderne

10. Juli 2026–10. Januar 2027

  • John Wood und Paul Harrison, Filmstill aus Bored Astronauts on the Moon, 2011 (Einkanal-Video, 20 min), Courtesy of the artists
    John Wood und Paul Harrison, Filmstill aus Bored Astronauts on the Moon, 2011 (Einkanal-Video, 20 min)
    © Courtesy of the artists

Seit jeher dient der Weltraum als mächtige Projektionsfläche für Sehnsüchte

und Utopien – angesichts globaler Krisen hält er immer noch die Vision einer

alternativen Existenz bereit. Apokalyptisches Erwachen und exzentrischer

Grenzverlust werden mit rund 100 Werken von der Moderne bis zur Gegenwart

beleuchtet – u. a. mit Max Ernst, El Lissitzky, Katharina Sieverding, Sophie

Taeuber-Arp und Emma Talbot. Der Blick in den Weltraum offenbart kosmische

Träume und wird zu einer Reflexion über unsere Gegenwart und Zukunft.

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schien der Weltuntergang nahe. Der Halleysche

Komet und dessen befürchtete Kollision mit der Erde weckten Ängste und

Sehnsüchte. Eine angesichts von Technisierung und Rationalisierung blühende

Projektion des Irdischen ins All vervielfachte sich in den Künsten. In der Theorie

war es denkbar geworden, den Weltraum zu bereisen, das Wissen um die Astronomie

hatte sich potenziert.

 

Seit den 1980er-Jahren nehmen die kritischen Stimmen an den scheinbar

unbegrenzten Möglichkeiten der Raumfahrt merklich zu. Den Hoffnungen,

alternatives Leben auf einem Ersatzplaneten zu finden oder dies zu ermöglichen,

steht ein zunehmender Kulturpessimismus entgegen. Die Erkenntnis der

Endlichkeit unserer lebenswichtigen Ressourcen angesichts menschlicher Hybris

und unseres Fehlverhaltens führt auch in der Kunst zu neuen Diskursen.

Direktorin

Dr. Julia Wallner

+49 2228 9425-34
wallner@arpmuseum.org

Junior-Kuratorin

Helene von Saldern M.A.

+49 2228 9425-57
vonsaldern@arpmuseum.org

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