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#ARPAKTUELL | KÜNSTLERGESPRÄCH MIT JONAS BURGERT

12 Sep 2020

#ARPAKTUELL

KÜNSTLERGESPRÄCH MIT JONAS BURGERT UND KURATORIN JUTTA MATTERN

 

Am 6. September 2020 begrüßte Kuratorin Jutta Mattern den Künstler Jonas Burgert zum Künstlergespräch inmitten seiner großformatigen Werke, die extra für die Ausstellung SINN FRISST im Neubau von Richard Meier entstanden sind.


Für uns war es ein großes Glück, den Berliner Maler mit seinen großartigen Werken bei uns zu Gast zu haben und wir freuen uns sehr, dass auch dieses Gespräch, das im Mai wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, kurz vor Ausstellungsende noch stattfinden konnte.

Die Ausstellung

JONAS BURGERT. SINN FRISST

16. Februar - 13. September 2020

 

Jonas Burgert (* 1969, lebt und arbeitet in Berlin) zählt zu den Hauptfiguren der aktuellen internationalen Kunstszene. Seine Werke sind überwältigend in Format und Inhalt, voller Gegensätze und Rätsel, zeitlos und symbolhaft. Eigens für die große Einzelschau im Arp Museum Bahnhof Rolandseck schafft er neue monumentale Gemälde und raumgreifende Skulpturen. Hinzu kommen kleinformatige Arbeiten – vorwiegend Porträts.

 

Burgerts einzigartige Malereien sind gegenständlich, detailreich ausgearbeitet und an Perfektion kaum zu übertreffen. Sie bestechen mit einer breiten Palette von Farben, die von dunkelgedeckt bis hellleuchtend reichen und in freier Gestik aufgetragen oder exakt gesetzt sind. Seine oft bühnenhaften Szenarien und Interieurs bewegen sich zwischen Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem. Aktuelle gesellschaftliche Bezüge verbinden sich mit klassischen Motiven der Kunstgeschichte. Archaische, mythologische und dem Zeitgeist entsprungene menschliche Figuren treffen aufeinander. Sie bevölkern die Leinwände und werden häufig von Tieren begleitet. Jonas Burgert bedient sich klassischer dramaturgischer Mittel, aber seine Bilder entziehen sich einer klaren Deutung und Lesbarkeit. Das sorgsam komponierte Universum nimmt uns gefangen – es beunruhigt und verstört, ist aber zugleich schön und melancholisch. In Teilen wirkt es bedrohlich, apokalyptisch und surreal. Im Zentrum steht dabei die menschliche Existenz mit all ihren Abgründen, Begierden und Ängsten.

 

»Es ist doch so, dass wir permanent eine existenzielle Frage in uns haben: Dieses dauernde Auf und Ab zwischen Hoffnung und Scheitern. (…) Und diese Irritation (…) bedrängt uns als permanente Fragestellung und ist gleichzeitig wunderschön.« Jonas Burgert

 

In der Suche nach einer übergeordneten Realität im Bild selbst knüpft die Ausstellung von Jonas Burgert an die eine Etage darüber gezeigte Schau Salvador Dalí und Hans Arp. Die Geburt der Erinnerung an. Im Themenjahr 2020 »Total surreal« führen die faszinierenden Arbeiten Burgerts den Dialog der beiden Avantgarde-Künstler Salvador Dalí und Hans Arp in unsere Gegenwart fort.

 

Der Ausstellungskatalog (Deutsch/Englisch) enthält zwei eigens hierfür entstandene literarische Beiträge der renommierten Autoren Ralph Dutli (*1954 lebt und arbeitet in Heidelberg) und Monika Rinck (*1969 lebt und arbeitet in Berlin). Beide beschäftigen sich mit interdisziplinären Phänomenen zwischen Kunst und Literatur.

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