12. Mai 2021  |  Bekanntmachung

Wiedereröffnung ab Samstag, den 15. Mai 2021

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#ARPAMSONNTAG | HÖCKELMANN UND DIE FEMME FATALE

17 Jan 2021

Olaf Mextorf

»... Aus dieser zwiespältigen Welt blickt sie jetzt herüber, wie schon vor 100 Jahren. Die FEMME FATALE, altbekannt und doch neu...«

#ARPAMSONNTAG

Frauen, immer wieder Frauen

 

Einem immer wiederkehrenden Thema in Antonius Höckelmanns Werk, das der Frau, widmet sich heute Kunsthistoriker Olaf Mextorf. Von der Heldin bis zum obskuren Objekt der Begierde — in großformatigen Gemälden, Skulpturen und Reliefs schwelgt Höckelmann in Farbe, Dynamik und Dramaturgie, und es stellt sich die Frage, was ihn dazu antrieb. Die Antwort bleibt uns der im Jahr 2000 verstorbene Künstler schuldig und überlässt uns so unseren eigenen Wahrnehmungen, Interpretationen und Fantasien.

HÖCKELMANN UND DIE FEMME FATALE

Auf der Klaviatur weiblicher Klischees

 

Ein immer wiederkehrendes großes Thema im Werk von Antonius Höckelmann, der um das Triebhafte und seine Nähe zu Prostituierten keinen Hehl machte, ist das der Frau. Männerfantasien ließ er freien Lauf und spielte dabei auf der Klaviatur weiblicher Klischees: Da sieht man den lasziven Vamp, die männermordende Judith, die Mächtige und die Ungezügelte. Dank der gestreckten Hochformate seiner Malereien bietet Höckelmann ihnen eine Bühne für die Projektion männlicher Begierden. Maskenhafte, entpersonalisierte Gesichter, die den Fotografien unzähliger Zeitschriften entstammen beherrschen die Leinwände. Es gibt auch variationsreiche Tusche- und Bleistiftzeichnungen von Porträts und Akten, bei denen er leisere Töne anschlägt. Sie sind privaterer Natur, zeugen von echter Bindung und Begegnung mit einem realen Gegenüber.
(Katalogtext Jutta Mattern)

DIE AUSSTELLUNG

ANTONIUS HÖCKELMANN. ALLES IN ALLEM

 

Eine umfangreiche Schenkung der Kölner Sammlerin Ute Mronz an das Arp Museum Bahnhof Rolandseck bietet den wunderbaren Anlass, den Künstler Antonius Höckelmann (1937 Oelde –2000 Köln) neu zu entdecken. Zu Unrecht sind die Werke Höckelmanns in Vergessenheit geraten, obwohl sie in den bedeutenden Ausstellungen der 1980er Jahre, u. a. auf der documenta 6 und 7, gezeigt wurden – zusammen mit denen der Malerkollegen Georg Baselitz, Markus Lüpertz und A. R. Penck. Sein vielfältiges und außergewöhnliches Œuvre soll nun in diesem vom Arp Museum Bahnhof Rolandseck und der Kunsthalle Bielefeld gemeinsam konzipierten Ausstellungsprojekt seine lang verdiente Würdigung erfahren.

 

Die Ausstellung ist nach der Wiederöffnung des Musuems bis zum 24. Mai 2021 im Neubau zu sehen.

AUSSTELLUNGSKATALOG

ANTONIUS HÖCKELMANN. ALLES IN ALLEM

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Video: kulturbuero nr5

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