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#ARPAMSONNTAG | KUNSTKAMMER RAU: IN FORM!_RUNDGANG MIT DR. SUSANNE BLÖCKER

26 Dez 2021

Kuratorin Dr. Susanne Blöcker

»In Form – das ist in Corona-Zeiten ein digitales Fitness-Programm – ausnahmsweise Indoors. Ich möchte Sie zu einem exklusiven virtuellen Spaziergang durch die Geschichte einladen, durch die Geschichte und Entwicklung von geschnitzten, gehauenen Skulpturen und gegossenen Plastiken – und zwar vom Mittelalter bis in die Moderne.«

Was macht klassische Bildhauerei aus?

59 in der Kunstkammer versammelte Bildwerke der Sammlung Rau für UNICEF veranschaulichen Facetten der historischen Entwicklung von Skulptur und Plastik vom Mittelalter bis zur Moderne.


Folgt der Kuratorin Dr. Susanne Blöcker bei ihrem Rundgang durch die aktuelle Ausstellung der Kunstkammer Rau, die noch bis zum 30. Januar 2022 bei uns zu sehen ist.


Der Rundgang ist Teil der digitalen Eröffnung der Ausstellung vom 28. 03. 2021, die unter folgendem Link zu sehen ist:


DIGITALE ERÖFFNUNG KUNSTKAMMER RAU: IN FORM!

Über die Ausstellung

Mittelalterliche Skulptur steht oft in engem Dialog mit der sie umgebenden Kirchenarchitektur. Konzentriert-meditativ verkörpert sie klare religiöse Botschaften. In der Renaissance erst erobern plastische Bildwerke auch den privaten Raum. In strenger klassischer Pose aber voller Erzähldrang besetzen sie die Kunstkammern der Humanisten. In Gärten und Innenräumen barocker Schlösser tummeln sich schließlich spielerisch und lustvoll steinerne antike Götter. Auf starke, bewegende Gefühle setzt die religiöse Barock-Skulptur der Gegenreformation. Erschreckend drastisch führt sie die Martyrien der Heiligen vor, schildert lebensnah Maria als leidende Mutter. In Zeiten großer Glaubenskriege und Krisen will Skulptur anrühren, berühren, Sinn geben.

 

In der Aufklärung des 18. Jahrhunderts verliert sich der religiöse Gehalt. Nun werden die gesellschaftsverändernden Philosophen der Epoche auf den Sockel gehoben: Die Denkmäler dieser Helden erobern den öffentlichen Raum. Sie verkünden den Glauben an Zukunft und Fortschritt. Im privaten Bereich dagegen feiert Mancher sich selbst und seine Familie in Anlehnung an die skulpturalen Ahnengalerien der verehrten Klassik. Die Marmor- oder Terrakotta-Porträts dieser Epoche sind präzise und sachlich. Nah am Original lassen sie nichts offen, schildern das Detail bis in das Spitzendekor.

 

Die impressionistische Plastik gegen Ende des 19. Jahrhunderts lenkt den Blick dann auf einen kurzen, vorübergehenden Moment gefühlvoller Bewegung.

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Video: Kulturbuero nr5

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