12. Mai 2021  |  Bekanntmachung

Wiedereröffnung ab Samstag, den 15. Mai 2021

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MAGAZIN_4 | LUXUS UND GLAMOUR: IDENTITÄT UND GENDER

Die Kategorisierung von Körpern und die Versöhnung der Geschlechter

In unserem neuen MAGAZIN könnt Ihr Euch ausführlich über die Themen der Ausstellungen und darüber hinaus informieren. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit Luxus & Glamour, dem Eigensinn des Überflüssigen und der sich immer wandelnden Schönheit. Hier auf unserem Blog veröffentlichen wir Auszüge einzelner Themenbeiträge. Wer neugierig ist und alles lesen möchte, folgt dem MAGAZIN-Button.

Künstlerische Perspektiven in Mode und Schmuck

In der Ausstellung Luxus & Glamour. Vom Eigensinn des Überflüssigen fragen 18 Stipendiat*innen des Künstlerhauses Schloss Balmoral und des Landes Rheinland-Pfalz aus Sicht der Kunst nach dem facettenreichen Verhältnis von Mode, Kunst, Luxus, Glamour, Konsum und Überfluss. Die Perspektiven sind vielfältig. Die Ergebnisse reichen von tragbaren und nicht tragbaren Kleidungsstücken und Accessoires über Luxusobjekte und Kunstwerke bis hin zu einem Popup-Shop.

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IDENTITÄT UND GENDER

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    Requisiten der Performance »Die Hure schlägt zurück«, Anna Lucia Nissen, 2019
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Requisiten der Performance »Die Hure schlägt zurück«, Anna Lucia Nissen, 2019 | untitled (Frühlingsbilder), Lukas Schmenger, 2019
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Requisite der Performance »Die Hure schlägt zurück«, Anna Lucia Nissen, 2019
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Requisite der Performance »Die Hure schlägt zurück«, Anna Lucia Nissen, 2019
    © Foto: Helmut Reinelt
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    untitled (Frühlingsbilder), Lukas Schmenger, 2019
    © Foto: Helmut Reinelt
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    untitled (Frühlingsbilder), Lukas Schmenger, 2019
    © Foto: Helmut Reinelt
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    untitled (Frühlingsbilder), Lukas Schmenger, 2019
    © Foto: Helmut Reinelt

Anna Lucia Nissen beweist den Einfluss von Mode auf die Kategorisierung von Körpern, während sich bei Lukas Schmenger die Geschlechter versöhnlich gegenüber stehen.

Welchen Einfluss Mode auf die Kategorisierung von Körpern hat, beweist Anna Lucia Nissen während ihrer Performance DIE HURE SCHLÄGT ZURÜCK. Sie performt in wechselnden Rollen eigens dafür geschriebene Texte, die sich mit Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern auseinandersetzen. Die Rollen wechselt Nissen dabei allein durch das Experimentieren mit der eigenen Stimme und einer sich verändernden Körpersprache. Ihr Outfit spielt trotzdem eine wichtige Rolle, weil es von vornherein mit geschlechtlichen Zuschreibungen spielt. Für ihre Performance fertigte Nissen metallene Sporen für ihre High Heels, sowie einen Fehdehandschuh mit vergoldeter Plattenpanzerung an. Die Härte des Metalls prallt während der Inszenierung auf die weiblichen Attribute und verdeutlicht die Problematik festgeschriebener Geschlechterrollen.

In den Gemälden von Lukas Schmenger stehen sich die Geschlechter versöhnlich gegenüber. Experimentell entwirft der Künstler seine Kompositionen zunächst auf der Rückseite der Leinwand. Auf der Vorderseite entstehen durch einen aufwendigen Prozess so Flächen und Linien, die an nackte Körper erinnern. Unklar bleibt, ob wir als Betrachter*innen, ähnlich eines Röntgenbildes in die Körper hineinsehen können oder, ob wir nur das Äußere betrachten. Durch die Überlagerung der Flächen und Linien wirken die Malereien wie eine Mischung aus medizinischem Lehrmaterial und Zukunftsvisionen.

Anna Lucia Nissen

(*1985 in Berlin)

studierte 2009–2012 an der Universität der Künste (UdK) Berlin und 2012–2015 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main und der Glasgow School of Art. Anna Lucia Nissen lebt und arbeitet in Berlin.

LUKAS SCHMENGER

(*1981 in Filderstadt)

studierte 2003–2004 an der Akademie für Bildende Künste Mainz und 2004–2009 an der Kunstakademie Düsseldorf. Lukas Schmenger lebt und arbeitet in Köln.

Austellung

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