1960/70, Hans (Jean) Arp
Arp Museum Bahnhof Rolandseck – Vorplatz
Rheinkilometer 640,2
Hans (Jean) Arps Skulptur Bewegtes Tanzgeschmeide existiert in drei Fassungen. Die größte von 1970 vor dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck geht auf einen ursprünglichen Entwurf aus dem Jahr 1960 zurück. Bereits 1961 folgte eine erste Vergrößerung und trug im Jahr 1962 im italienischen Spoleto wesentlich zum Erfolg eines der ersten Public Art-Projekte, dem Festival dei due Mondi, bei. In Absprache mit Hans Arp – autorisiert durch Marguerite Arp-Hagenbach – erfolgte 1970 nach dem Tod des Künstlers ddie erneute Vergrößerung, die heute bei uns zu sehen ist.
Das Bewegte Tanzgeschmeide zählt zu Arps Werkreihe der Schwellenplastiken. Hierbei handelt es sich um Reliefplastiken, an denen Arp seit Ende 1950 arbeitete. Im Gegensatz zu den organischen Formen seiner Rundplastiken besitzen die Schwellenplastiken eine eher architektonische Form, deren Vorder- und Rückansicht reduziert ist. Leerformen – wie der stilisierte Nabel des Bewegten Tanzgeschmeides – brechen die Flächigkeit auf und fordern die Betrachtenden dazu auf, die umgebende Natur als skulpturalen Bestandteil einzubeziehen.
Hans (Jean) Arp *1886 in Straßburg, †1966 in Basel