Unwesen und Treiben

Auf dem Weg zu einer Dauerausstellung für Arp und Taeuber-Arp
03. Apr 2022 – 16. Apr 2023

  • Quatre espaces à croix brisée | Sophie Taeuber-Arp | 1932
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    Quatre espaces à croix brisée | Sophie Taeuber-Arp | 1932
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Mick Vincenz
  • Ausstellungsansicht »Unwesen und Treiben«
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    Ausstellungsansicht »Unwesen und Treiben«
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
  • Ausstellungsansicht »Unwesen und Treiben«
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    Ausstellungsansicht »Unwesen und Treiben«
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
  • Turmmensch Trier | Hans Arp | 1961
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    Turmmensch Trier | Hans Arp | 1961
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Mick Vincenz
  • Ohne Titel | Hans Arp | 1959
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    Ohne Titel | Hans Arp | 1959
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Mick Vincenz
  • Paris, cimetière Montmartre | Sophie Taeuber-Arp | 1926
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    Paris, cimetière Montmartre | Sophie Taeuber-Arp | 1926
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Mick Vincenz
  • Ausstellungsansicht »Unwesen und Treiben« mit Skulpturen von Hans Arp | © VG Bild-Kunst, Bonn 2022/Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht »Unwesen und Treiben« mit Skulpturen von Hans Arp
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
  • Entre balance et lunettes | Hans Arp | 1954
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    Entre balance et lunettes | Hans Arp | 1954
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Mick Vincenz
  • Lignes perdues sur fond chaotique | Sophie Taeuber-Arp | 1939
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    Lignes perdues sur fond chaotique | Sophie Taeuber-Arp | 1939
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Mick Vincenz
  • Hans Arp | Drei Knospen | 1957
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    Hans Arp | Drei Knospen | 1957
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Mick Vincenz
  • Die Leseecke in der Ausstellung »Unwesen und Treiben« | VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
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    Die Leseecke in der Ausstellung »Unwesen und Treiben«
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Sammlung Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
  • Installationsansicht Kabinettausstellung »‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘« | Foto: Helmut Reinelt
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    Installationsansicht der Kabinettausstellung »‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘«
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
  • Inspiration und Recherche zur Typographie für eine dauerhafte Sammlungspräsentation | Installationsansicht von »‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘« | Foto: Helmut Reinelt
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    Inspiration und Recherche zur Typographie für eine dauerhafte Sammlungspräsentation | Installationsansicht »‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘«
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
  • »König Hirsch« als Motion Capture | Installationsansicht »‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘« | Foto: Helmut Reinelt
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    Sophie Taeuber-Arps »König Hirsch« als Motion Capture | Installationsansicht »‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘«
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
  • Installationsansicht Kabinettausstellung »‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘« | Foto: Helmut Reinelt
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    Mitmach-Station »Cadavre Exquis« | Installationsansicht »‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘«
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
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    Blick in die Ausstellung »Ein bunter Raum« mit Gemeinschaftsarbeiten aus Ton und Papier
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
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    Gemeinsames Weben in der Ausstellung »Ein bunter Raum«
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt
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    An der Mitmach-Station »Kompositionen« in der Ausstellung »Ein bunter Raum«
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck | Foto: Helmut Reinelt

Über die Ausstellung

Wer war Hans Arp? Wer war Sophie Taeuber-Arp? Und inwiefern ist ihr pionierhaftes künstlerisches Schaffen für uns heute noch relevant?

 

In unterschiedlichen Formaten haben wir in den vergangenen 15 Jahren versucht, diese Fragen zu beantworten: durch unsere Ausstellungen, in denen wir die bahnbrechenden Werke der beiden Künstler*innen zeigten, durch wissenschaftliche Forschung und umfassende Publikationen.

Die großen Fragen rund um die künstlerischen Prinzipien stellen wir uns seit April 2022 nicht mehr alleine, sondern treten mit Ihnen in einen Austausch, um neue Perspektiven auf das Schaffen des Duos zu eröffnen. In wechselnden Ausstellungen im Kabinettraum der Schau haben wir mit unterschiedlichsten Akteur*innen »Unwesen getrieben«, inspiriert von den beiden Künstler*innen, die zu Lebzeiten die Kunstwelt gehörig auf den Kopf stellten. Bis zum Ende der Laufzeit im April setzen wir das Format fort und sind gespannt auf weitere Ideen, Einfälle, Zufälle und  Auseinandersetzungen zu unseren Hauspatron*innen und ihrer bahnbrechenden Kunst.

 

Vier Gruppen wurden eingeladen, mit dem Museum zusammen nachzudenken, Fragen zu stellen und auszuprobieren: Student*innen der Köln International School of Design (KISD), Teilnehmer*innen des Nak Nak Kunstlabor in Köln und der Lebenshilfe Bonn, Schüler*innen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Bonn und Kindergartenkinder des Familien-Begegnungszentrums Juco e.V. in Bad Godesberg. Mithilfe von Workshops vor und während der Ausstellung setzen sich die teilnehmenden Gruppen mit der Kunst von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp auseinander. Die so gewonnenen neuen Perspektiven wurden im Anschluss in vier sich abwechselnden Ausstellungen im Kabinettraum der oberen Ausstellungsetage gezeigt.

 

Abschließend folgt ein Blick hinter die Kulissen des Arp Museums: In der letzten Kabinettausstellung legen wir unsere Gedanken, Ideen und Überlegungen zur Sammlungspräsentation dar. Wir nehmen Sie mit in den Kosmos Arp und zeigen in einem offenen Prozess Arbeitsergebnisse, sowie bisheriges Feedback unserer Besucher*innen. Als Reflexion und Ausblick bietet die Schau Neugierigen die Gelegenheit zu erfahren, was sie in der neu konzipierten Dauerausstellung ab dem 14. Mai 2023 erwarten wird. Besuchen Sie uns weiterhin auf unserer Ideen-Baustelle!

 

Weitere Informationen

Kabinettausstellung

Ausstellung »Unwesen und Treiben«

‚Ich bin von einem Anfang zum anderen Anfang gerollt und habe kein Ende gefunden‘

12. Februar – 16. April 2023

 

Fast ein Jahr lang haben wir mit der Ausstellung »Unwesen und Treiben. Auf dem Weg zu einer Dauerausstellung für Arp und Taeuber-Arp« Inspiration gesammelt für die im 2023 eröffnende Sammlungspräsentation. Design-Studierende, Schüler*innen, ein inklusives Kunstlabor sowie Kindergartenkinder haben unser Haus besucht und sich auf ihre ganz eigene Art und Weise mit den Werken unserer Hauspatron*innen auseinandergesetzt.

 

In den letzten 6 Wochen der Laufzeit möchten wir ein Fazit ziehen. Was haben unsere Besucher*innen uns mit auf den Weg gegeben? Welche Anregungen können wir umsetzen? Welches Feedback können wir (noch) nicht realisieren?

 

Haben wir in den vergangen Monaten unterschiedliche Akteur*innen eingeladen einen äußeren Blick auf unser Haus zu werfen, nutzen wir den Kabinettraum nun, um unsere Ideen für die Sammlungspräsentation in einem offenen Prozess der Öffentlichkeit vorzustellen. Wir nehmen unsere Besucher*innen mit beim Ausstellungsmachen und präsentieren Ideen, verworfene Einfälle, Pläne, Muster, Inspirationen und Gedankenexperimente. Das Kabinett wird so zur begehbaren Mindmap, die Aufschluss über das Treiben im Arp Museum gibt.

 

Eine Ausstellung im Rahmen der Neukonzeption der Sammlungsausstellung.
Konzeption und Projektsteuerung Kabinett: Meike Eiberger (kuratorische Assistenz)
Kuratorin Sammlung Hans/Jean Arp und Sophie Taeuber-Arp: Astrid von Asten

 

 

Kabinettausstellung

Ausstellung »Ein bunter Raum«

8. Dezember 2022 - 5. Februar 2023

 

Was bedeutet denn eigentlich »bunt«? Bunt steht nicht nur für eine Kombination von verschiedenen Farben. Es bedeutet auch die Freiheit, zwischen Farben zu wählen und sie nach persönlichem Empfinden zusammenzustellen. Bunt ist also individuell. Bunt ist aber auch kollektiv. Bunt ist Vielfalt. Bunt lädt zum Experimentieren ein. Und bunt macht Spaß!

Die Kunstwerke der Ausstellung »Ein bunter Raum« sind im Rahmen von mehreren Workshops der Kindergartengruppe des Familien-Begegnungszentrums Juco e.V. in Bad Godesberg entstanden. Die Kunst von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp diente als Inspirationsquelle, die mit unterschiedlichsten Materialien kreativ interpretiert wurde. Die Ergebnisse reichen von individuellen bis zu gemeinschaftlichen Arbeiten. Während in einigen Workshops jedes Kind ein eigenes Kunstwerk schuf, arbeiteten die Kinder in anderen Workshops gemeinsam an einem Blatt Papier, an Fensterbildern oder Tonskulpturen. Dieses Prinzip geht auch auf Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp zurück: Während jeder seine ganz eigene Ausdrucksform besaß und diese in Kunstwerken umsetzte, entstanden immer wieder Werke in Zusammenarbeit, in denen sich die Formen, Farben und Ideen beider vereinten.

So wie Buntes verschiedene Farben in sich vereint, so vereint diese Ausstellung die Kreativität vieler Einzelner, allen voran die der Juco-Kinder. Die Erkenntnis, dass Kunst uns einander näherbringt, war in allen Workshops präsent. Wir laden nun die Besucher*innen ein, sich unserer gemeinsamen Erfahrung anzuschließen. Der Raum kann erkundet, Stoff einwebt und eigene Kompositionen geschaffen werden. Auf diese Weise werden wir alle Teil dieses vielfältigen, fröhlichen und bunten Raums.

 

Künstler*innen der Ausstellung: Carolin, Emma, Ezra, Felix, Fiker, Hannah, Hannah, Hendrik, Johanna, Juliette, Klara, Leon, Leonie, Lisa, Mara, Martha, Nicolas, Niyanna, Philipp, Sebastian, Stella

 

Projektleitung und Kuration: Loana Oyeniran

Ein Kooperationsprojekt des Arp Museums Bahnhof Rolandseck und dem Familien-Begegnungszentrum Juco e.V. in Bad Godesberg

Kabinettausstellung

Ausstellung »Unter anderem Arp«

25. August - 20. November 2022

 

Eine Kooperation des Arp Museums Bahnhof Rolandseck mit dem Kunstlabor Nak Nak in Köln, der Lebenshilfe Bonn und der Altentagesstätte Dr. Schaefer-Ismer in Köln.

 

Die Ausstellung »Unter anderem Arp« ist mehr als eine Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Werk von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. Es ist die Behauptung bestimmter urkünstlerischer Prinzipien, als Voraussetzung für eine lebendige, nicht erstarrte Kunst. Es ist außerdem der Beweis, dass Kunst es vermag, die Aufteilung von Menschen und ihren Fähigkeiten in diese und jene sofort ad absurdum zu führen. So ist Kunst immer auch Modell für eine andere, menschlichere Ordnung.

 

Teilnehmer*innen des Kunstlabors Nak Nak in Köln, Bewohner*innen der Lebenshilfe Bonn und Teilnehmer*innen der Malkreise der Altentagesstätte Dr. Schaefer-Ismer sind sich in diesem Sommer gleich mehrere Male im Arp Museum begegnet, um gemeinsam künstlerisch zu arbeiten und sich mit dem Werk der Namensgeber auseinanderzusetzen.

 

Die Auseinandersetzung ist hierbei wörtlich zu nehmen. Da das Berühren, als wesentlicher Aspekt des Begreifens, von Kunst im Museum verboten ist, wurden Repliken und Fotokopien bestimmter Werke angefertigt, um eine unmittelbare Reaktion, einen körperlich künstlerischen Akt, zu ermöglichen. Somit konnten alle direkt an die künstlerischen Werke der Arps anknüpfen, sie malerisch, zeichnerisch, plastisch erweitern, vergraben oder vollkommen neu erzählen.

 

Zum anderen haben die 23 beteiligten Künstler*innen bei diesen Begegnungen an eigenen autonomen Werken gearbeitet. Eine Auswahl wird in der Ausstellung einzelnen Originalen von Hans Arp gegenübergestellt. Entstanden sind eine Reihe von Malereien und Plastiken, die ganz selbstverständlich jene Ur-Prinzipien der Kunst vorführen von denen am Anfang die Rede war und die auch bei Hans Arp und Sophie Taeuber Arp eine Rolle spielen.

Selbstverständlich ist diesen Werken der kontinuierliche, offene Prozess, die originäre Forschung, die sich immer neu und durch unterschiedliche Materialien und Medien fortsetzt. Selbstverständlich ist ihnen die Erfindung neuer Methoden und Techniken und das eigene Expertentum. Selbstverständlich ergeben sich in ihnen abstrakte und figürliche Formen gleichberechtigt und konkurrenzlos. Selbstverständlich ist das Werk hier kein Produkt, sondern nur eine Zäsur, eine Möglichkeit, die man setzt und hinter sich lässt, um in das nächste unbekannte Abenteuer aufzubrechen.

 

Ertan Altinay, Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp, Waltraud Bechert, Sofia Bengel, Rüdiger Bock, Christina Jonen, Christine Kaufmann, Monika Kerlin, Ulrike Kirchhartz, Ellen Leuk, Liese von Looz, Carlos Maldonado, Dieter Merker, Ingrid Müller-Oehring, Andrea Naumann, Maria Ott, Roswitha Pantel, Lea Richter, Margaretha Serrano, Rotraud Schiele, Yasemin Soltani, Martina Stoffel, Willi Tittelbach, Hertha Wegner

 

Konzept und künstlerische Begleitung: Monica Pantel, Martin Obliers, Sisko Zielbauer

Ansprechpartnerinnen

Kuratorin Sammlung Arp

Astrid von Asten M.A.

+49 2228 9425-25
vonasten@arpmuseum.org

Kuratorische Ausstellungsassistentin

Meike Eiberger M.A.

+49 2228 9425-15
eiberger@arpmuseum.org

Begleitprogramm

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