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#ARPAMSONNTAG | HANS ARPS BEWEGTES TANZGESCHMEIDE

07 Jun 2020

#arpamsonntag

DIE SCHWELLENPLASTIK

 

Kunsthistorikerin Judith Graefe betrachtet für uns heute die Schwellenplastik BEWEGTES TANZGESCHMEIDE von Hans Arp, die unsere Besucher*innen auf dem Musuemsvorplatz begrüßt. Die Bronzeplastik bildet den Ausgangspunkt des Skulpturenufers Remagen. Sie wurde 1970 anlässlich einer umfangreichen Retrospektive unseres heutigen Hauspatrons Hans Arp auf dem Vorplatz des Bahnhofs Rolandseck aufgestellt und ist seitdem untrennbar mit dem Museum verbunden. Judith Graefe erklärt, was es mit dem Begriff der Schwellenplastik auf sich hat und welche Assoziationen ihr beim Betrachten des monumentalen Werks in den Sinn kommen.

Hans Arps Skulptur »Bewegtes Tanzgeschmeide« existiert in drei Fassungen. Die des Arp Museums von 1970 ist die größte.

Zum Werk

Hans Arps Skulptur »Bewegtes Tanzgeschmeide« existiert in drei Fassungen. Die des Arp Museums von 1970 ist die größte. Sie geht zurück auf einen ursprünglichen Entwurf aus dem Jahr 1960. Dieser ursprüngliche Entwurf der Plastik war kleiner, aber bereits 1961 folgte eine erste Vergrößerung.


Diese Ausführung trug im Jahr 1962 im italienischen Spoleto wesentlich zum Erfolg eines der ersten Public Art-Projekte, dem »Festival dei due Mondi«, bei. Basierend auf einer Absprache mit Hans Arp – und autorisiert durch Marguerite Arp-Hagenbach – erfolgte 1970 nach dem Tode des Künstlers die erneute Vergrößerung, die heute bei uns zu sehen ist.

 

Das »Bewegte Tanzgeschmeide« zählt zu den so genannten »Schwellenplastiken«. Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Reliefplastiken, an denen Arp seit Ende der 1950er Jahre konzentriert arbeitete. Im Gegensatz zu den organischen Formen seiner »Rundplastiken« besitzen die »Schwellenplastiken« eine eher architektonische Form. Es findet eine Reduzierung auf die Vorder- und Rückansicht statt. Leerformen – wie der stilisierte Nabel des »Bewegten Tanzgeschmeides« – brechen die Flächigkeit auf und fordern den Betrachter dazu auf, die umgebende Natur als skulpturalen Bestandteil einzubeziehen.

Skulpturenufer Rolandseck

SKULPTURENUFER REMAGEN


Anlässlich des 2000-jährigen Bestehens der Stadt Remagen wurde die Idee zu einem dauerhaften Kunstprojekt entlang des Rheinufers in Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck entwickelt. Ein Skulpturenufer mit derzeit 14 Arbeiten renommierter Künstlerinnen und Künstler wurde von 2001 bis heute auf 14 Rheinkilometern zwischen Remagen-Rolandswerth und Remagen-Kripp realisiert.

 

SKULPTURENUFER ROLANDSECK

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Bewegtes Tanzgeschmeide,1960/70, Hans (Jean) Arp
Arp Museum Bahnhof Rolandseck – Vorplatz

© VG Bild-Kunst Bonn 2020

Video: kulturbuero nr5

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