26. Okt 2021  |  Bekanntmachung

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#ARPSLIEBLING | LIEBLINGSORT: DIE TERRASSE DES BAHNHOFS ROLANDSECK

16 Dez 2020

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    Terrasse des historischen Bahnhofs Rolandseck mit Blick auf das Siebengebirge
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Helmut Reinelt
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    Blick von der Terrasse auf den Museumsvorplatz mit Hans Arps »Bewegtes Tanzgeschmeide«, den Rhein und die Fähre Bad Honnef
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Helmut Reinelt
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    Spiegelwand des Bahnhofs Rolandseck
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Helmut Reinelt
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    Die Terrasse des Bahnhofs mit Gästen des Bistros Interieur Nr. 253 im Sommer (vor Corona)
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Helmut Reinelt
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    Der rote Teppich von Rolandseck | Hier begrüßt Direktor Dr. Oliver Kornhof Alexander Hülshoff, den künstlerischen Leiter der Villa Musica Rheinland-Pfalz
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Helmut Reinelt
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    Blick auf den historischen Bahnhof Rolandseck
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Helmut Reinelt
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    »Perlen der Rheinromatik« und »Romantisches Rheintal« von Gisela Götz
    © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Helmut Reinelt
Gisela Götz | Kunsthistorikerin und Autorin

»Es findet sich wohl kaum ein Ort, an dem sich alle Momente des Romantischen so glücklich zusammenfügen wie auf der Bahnhofsterrasse in Rolandseck.«

#ARPSLIEBLING

MEIN LIEBLINGSORT MIT AUSBLICK

 

»Es findet sich wohl kaum ein Ort, an dem sich alle Momente des Romantischen so glücklich zusammenfügen wie auf der Bahnhofsterrasse in Rolandseck. Da ist zum einen die Schönheit der Landschaft mit dem Vater Rhein, den Inseln Nonnenwerth und Grafenwerth, den aufragenden Hügeln
des Siebengebirges. Da ist zum anderen der Charme der Architektur des 19. Jahrhunderts mit ihrer
Vorliebe für schön gestaltetes Gusseisen, Spiegeln und von Segmentbögen überfangenen hohen
Fenstern. All das gibt der Terrasse ihren verhaltenen Charme und ihre ganz eigene Anmutung.


Der rote Teppich ist für die Besucher ausgerollt, ein symbolischer Verweis auf die spektakuläre
Geschichte dieses Ortes, denn seit der Inbetriebnahme 1856 ist dieser Bahnhof kultureller und gesellschaftlicher Treffpunkt. Dichter, Denker und Künstler sowohl der preußischen Ära als auch der
zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten hier ihre spektakulären und glanzvollen Auftritte. Diese
Tradition wird im Arp Museum erfolgreich fortgeschrieben.«

AUTORIN

Gisela Götz | Freie Kunstvermittlerin für Führungen und Autorin der Bücher »Perlen der Rheinromantik« und »Das romantische Rheintal. Stille Winkel, Parks und Gärten«

INFO ZUR BEITRAGSREIHE

#ARPSLIEBLING | DIE LIEBLNGSKUNSTWERKE UND -ORTE UNSERER KUNSTVERMITTLER*INNEN

Welchen #arpsiebling haben eigentlich die freien Mitarbeiter*innen unserer Kunstvermittlung HANSUNDSOPHIE ? Sie sind an allen Themen rund um die Ausstellungen und das Museum interessiert und geben ihr umfangreiches Wissen in den verschiedensten Kunstvermittlungsformaten leidenschaftlich an unserer Besucher*innen weiter. Wir waren neugierig, für welches Werk ihr Herz besonders schlägt und haben eine wunderbare Sammlung von Lieblingskunstwerken mit sehr persönlichen Texten zusammengetragen.

 

Wir veröffentlichen sie hier an dieser Stelle regelmäßig während des Lockdowns und darüber hinaus. Nach der Wiederöffnung sind Sie als Postkarten mit Bild und Text im Museum zu finden und können bei einem Besuch sehr gerne mitgenommen werden.

DER HISTORISCHE BAHNHOF

Die Blütezeit der Rheinromatik in Roandseck

 

1825 wurde in England die erste Eisenbahnstrecke der Welt in Betrieb genommen. Dreißig Jahre später fuhr die Eisenbahn auch nach Rolandseck. Der spätklassizistische Bahnhof Rolandseck, 1856 von Baumeister und Ingenieur Emil Hermann Hartwich (1801–-1879) vollendet, ist auch heute noch an den Schienenverkehr angeschlossen. Es ist der Blütezeit der Rheinromantik im 19. Jahrhundert zu verdanken, dass das repräsentative Bahnhofsgebäude in dem kleinen Ort steht.

 

Umgeben von Ausflugszielen wie dem sagenumwobenen Rolandsbogen, dem Drachenfels nebst Burg und Ruine und der Burg Stolzenfels, fügt sich der Bahnhof als Schauplatz gesellschaftlicher und künstlerischer Ereignisse bestens in die malerische Rheinlandschaft ein.

 

Der Architekt Hartwich war geprägt vom klassizistischen Stil des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel. Ausgewogenheit, Harmonie und Symmetrie bestimmen als gestalterische Prinzipien die architektonische Gliederung des Gebäudes.
 
Der zweigeschossige Hauptbau ist flankiert von zwei zweieinhalbgeschossigen Eckbauten, deren flache Giebel ihn überragen. Er ruht auf einem grob quadrierten Sockel, dem heutigen Haupteingang des Museums. Er diente ursprünglich als Remise, in der die Pferde und Kutschen versorgt wurden.

 

Links und rechts des Eingangs führt ein zweiläufiger Treppenaufgang in die erste Etage, wo sich einst die Bahnhofshalle und die Wartesäle der 3. und 4. Klasse befanden. Diese Ebene auf Gleishöhe wird heute als Ausstellungsfläche genutzt. Die zweite Etage beherbergt nun das Bistro und zwei Festsäle, seinerzeit die Wartesäle der 1. und 2. Klasse. Der prächtige, große Festsaal des Bahnhofs war schon im 19. Jahrhundert ein beliebter Treffpunkt illustrer Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Politik und Kunst.

 

Die ehemalige gesellschaftliche Klassifizierung der Etagen lässt sich auch an der baulichen Gestaltung ablesen: Fenster- und Türbögen und vor allem die gusseisernen Geländer der Aussichtsgalerien sind im zweiten Stock besonders kunstvoll ausgestaltet.

GESCHICHTE UND ARCHITEKTUR

Ausführliche Informationen  zur Geschichte und Architektur des Bahnhof Rolandseck und des Arp Museums sind unter folgendem Link zu finden:

 

https://arpmuseum.org/museum/unser-haus/architektur.html

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