UNWESEN UND TREIBEN | »UNTER ANDEREM ARP« IM KABINETT

bis 20. November 2022

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    Die Künstler*innen der Ausstellung mit dem Team des Museums
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Künstlerin Monica Pantel
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Eröffnung der Ausstellung mit Direktorin Dr. Julia Wallner und Dr. Annette Krapp, Leiterin der Kunstvermittlung
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht mit Künstler Martin Obliers und Künstlerinnen des Projekts
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht »Unter anderem Arp«
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht »Unter anderem Arp«
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht »Unter anderem Arp«
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht »Unter anderem Arp«
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht »Unter anderem Arp«
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht »Unter anderem Arp«
    © Foto: Helmut Reinelt
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    Ausstellungsansicht »Unter anderem Arp«
    © Foto: Helmut Reinelt

Unter anderem Arp

 

Die Ausstellung »Unter anderem Arp« ist mehr als eine Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Werk von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. Es ist die Behauptung bestimmter urkünstlerischer Prinzipien, als Voraussetzung für eine lebendige, nicht erstarrte Kunst. Es ist außerdem der Beweis, dass Kunst es vermag, die Aufteilung von Menschen und ihren Fähigkeiten in diese und jene sofort ad absurdum zu führen. So ist Kunst immer auch Modell für eine andere, menschlichere Ordnung.

 

Teilnehmer*innen des Kunstlabors Nak Nak in Köln, Bewohner*innen der Lebenshilfe Bonn und Teilnehmer*innen der Malkreise der Altentagesstätte Dr. Schaefer-Ismer sind sich in diesem Sommer gleich mehrere Male im Arp Museum begegnet, um gemeinsam künstlerisch zu arbeiten und sich mit dem Werk der Namensgeber auseinanderzusetzen.

 

Die Auseinandersetzung ist hierbei wörtlich zu nehmen. Da das Berühren, als wesentlicher Aspekt des Begreifens, von Kunst im Museum verboten ist, wurden Repliken und Fotokopien bestimmter Werke angefertigt, um eine unmittelbare Reaktion, einen körperlich künstlerischen Akt, zu ermöglichen. Somit konnten alle direkt an die künstlerischen Werke der Arps anknüpfen, sie malerisch, zeichnerisch, plastisch erweitern, vergraben oder vollkommen neu erzählen.

 

Zum anderen haben die 23 beteiligten Künstler*innen bei diesen Begegnungen an eigenen autonomen Werken gearbeitet. Eine Auswahl wird in der Ausstellung einzelnen Originalen von Hans Arp gegenübergestellt. Entstanden sind eine Reihe von Malereien und Plastiken, die ganz selbstverständlich jene Ur-Prinzipien der Kunst vorführen von denen am Anfang die Rede war und die auch bei Hans Arp und Sophie Taeuber Arp eine Rolle spielen.

 

Selbstverständlich ist diesen Werken der kontinuierliche, offene Prozess, die originäre Forschung, die sich immer neu und durch unterschiedliche Materialien und Medien fortsetzt. Selbstverständlich ist ihnen die Erfindung neuer Methoden und Techniken und das eigene Expertentum. Selbstverständlich ergeben sich in ihnen abstrakte und figürliche Formen gleichberechtigt und konkurrenzlos. Selbstverständlich ist das Werk hier kein Produkt, sondern nur eine Zäsur, eine Möglichkeit, die man setzt und hinter sich lässt, um in das nächste unbekannte Abenteuer aufzubrechen.

 

Ertan Altinay, Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp, Waltraud Bechert, Sofia Bengel, Rüdiger Bock, Christina Jonen, Christine Kaufmann, Monika Kerlin, Ulrike Kirchhartz, Ellen Leuk, Liese von Looz, Carlos Maldonado, Dieter Merker, Ingrid Müller-Oehring, Andrea Naumann, Maria Ott, Roswitha Pantel, Lea Richter, Margaretha Serrano, Rotraud Schiele, Yasemin Soltani, Martina Stoffel, Willi Tittelbach, Hertha Wegner

 

Konzept und künstlerische Begleitung: Monica Pantel, Martin Obliers, Sisko Zielbauer

 

Weitere Arbeiten aus dem Projekt werden vom 16. September 2022 bis zum 20. November 2022 im Fenster für Experten⸗Kunst WELTRAUMPUBERTÄT in Köln zu sehen sein.

https://weltraumpubertaet.com/

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