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#ARPAMSONNTAG | DALÌ, ARP UND DIE SCHNURRBÄRTE

28 Jun 2020

Salvador Dalí

»Ohne einen Schnurrbart ist ein Mann nicht richtig angezogen!«

#arpamsonntag

DALÍ, ARP UND DIE SCHNURRBÄRTE

 

Bizarr frisierte Schnurrbärte waren das Markenzeichen von Salvador Dalí und würde im Steckbrief, in dem Kunsthistorikerin Dr. Nicole Birnfeld ihn beschreiben würde, als prägnantes Erkennungszeichen nicht fehlen. Dalí selbst hat die Schnurrbartspitzen als »Radar-Antennen« bezeichnet, »...mit deren Hilfe ich tagsüber alles empfange, was in der Welt um mich vorgeht und gedacht wird.«

 

Das aber auch Hans Arp der Meister der endlosen Schnurrbärte war und wie er sie in seinem Werk darstellt, erzählt Dr. Nicole Birnfeld in der heutigen #ARPAMSONNTAG - Videoführung.

Aktuell

Die Ausstellung SAlVADOR DALÍ UND HANS ARP. GEBURT DER ERINNERUNG ist bis zum 10. Januar 2021 verlängert!

Salvador Dalí über Hans Arp

»Erfinder der Schnurrbärte ohne Ende«

Moustache

Gleich zu Beginn der Ausstellung im Neubau begrüßt Sie Arps Wandteppich Schnurrbart-Mann und Nabel. Erkennen Sie in der Zusammenstellung fließender geometrischer Formen auch eine Landschaft, vor der ein Mann mit einem überdimensionierten Schnurrbart steht? Das, was wir oben rechts auch als Sonne oder Mond lesen könnten, ist der Nabel. Der Nabel, das bewegte Oval, ist für Arp die Urform des Lebens und zentraler Bestandteil seiner Kunst. Er wird Ihnen in vielen seiner Werke begegnen.

 

Auch der Schnurrbart in seiner stilisierten Form taucht in Arps Werk über Jahrzehnte immer wieder auf. Als Schnurrhut (moustache hat), Schnurruhr (moustache clock) oder hier als Bart, der aus der auf ihr Wesentliches reduzierten menschliche Form einen Mann macht.

 

Es waren unter anderem diese Bärte, die Dalí auf Arp aufmerksam machten, als er nach Paris kam, und er bezeichnete den Künstlerkollegen als „Erfinder der Schnurrbärte ohne Ende“.

 

Schon als junger Mann war Dalí von Schnurrbärten fasziniert. Er fand: »Ohne einen Schnurrbart ist ein Mann nicht richtig angezogen!« und machte den Schnurrbart zu seinem Markenzeichen. Über den schmalen Schnauzbart des Musketier-Darstellers Adolphe Menjou philosophierte er, dass er „einer Schwalbe gleich auch frei auf einem Möbel sitzen könne“, erhob ihn kurzerhand zu einem surrealistischen Objekt und trug ihn in den ersten Jahren selbst. Später, als sein Schnurrbart länger und immer extravaganter frisiert war, sagte Dalí: »Meine Schnurrbartspitzen sind Radar-Antennen, mit deren Hilfe ich tagsüber alles empfange, was in der Welt um mich vorgeht und gedacht wird.«

 

Der Kult um Dalís Bart ging so weit, dass er festlegte, wie sein Schnurrbarthaar bei seiner Beerdigung frisiert sein sollte. Als der einbalsamierte Leichnam Jahre später für einen Vaterschaftstest exhumiert wurde, konnte die Dalí-Stiftung in Figueres erfreut mitteilen, dass sein Schnurrbarthaar bei der Öffnung des Sarges wie von Dalí gewünscht auf "zehn Uhr zehn" stand.

 

Text Audiouide / App arp museum

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Video: kulturbuero nr5

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