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Skulpturenufer | Lajos Barta: Liebeskraft

Remagen – Friedensmuseum / Brücke von Remagen

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    Lajos Barta, Liebeskraft, 1985 | Remagen – Friedensmuseum / Brücke von Remagen
    © Remagen – Friedensmuseum / Brücke von Remagen, Foto: Helmut Reinelt
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    Lajos Barta, Liebeskraft, 1985 | Remagen – Friedensmuseum / Brücke von Remagen
    © Remagen – Friedensmuseum / Brücke von Remagen, Foto: Helmut Reinelt
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    Lajos Barta, Liebeskraft, 1985 | Remagen – Friedensmuseum / Brücke von Remagen
    © Remagen – Friedensmuseum / Brücke von Remagen, Foto: Helmut Reinelt

Von der Formensprache Hans Arps nachhaltig beeinflusst, schuf Lajos Barta 1985 die Bronzeskulptur »Liebeskraft«.

Lajos Barta in Rolandseck

Als einer der führenden ungarischen Künstler floh Lajos Barta 1965 vor dem stalinistischen Regime und lebte und arbeitete bis 1967 im Bahnhof Rolandseck. Dem Künstlerbahnhof blieb er sein Leben lang verbunden. Einige Arbeiten aus dieser Zeit befinden sich in der zeitgenössischen Sammlung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck. Von der Formensprache Hans Arps nachhaltig beeinflusst, schuf er die Bronzeskulptur »Liebeskraft«. In dieser verbinden sich organische und abstrakte Formen. Sie wurde 1985 vor dem Friedensmuseum »Brücke von Remagen« aufgestellt und befindet sich seither in dessen Besitz.

Zum Werk

SKULPTURENUFER REMAGEN | LIEBESKRAFT

Wenige Monate vor seinem Tod konnte Lajos Barta noch die Aufstellung seiner Skulptur miterleben. Die »Liebeskraft« war seine letzte Großplastik. Das Projekt ging auf das Jahr 1982 zurück, als der damalige Bürgermeister von Remagen, Hans Peter Kürten, Kontakt zu Barta aufnahm. Er wollte eine entschärfte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die sich vor einem der beiden Türme der »Brücke von Remagen« befand, durch ein Symbol des Friedens ablösen. Der Brückenturm war inzwischen Heimat eines Friedensmuseums geworden, das an die historischen Ereignisse um die Brücke von Remagen am Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert.


Barta entwickelte die raumgreifende Skulptur »Liebeskraft« aus einer kleinformatigen Tuschfederzeichnung aus dem Jahr 1973. Anhand der Vorlage fertigte er einen Gips, der Ende 1984 als Bronze vollendet wurde. Im Mai 1985 wurde die Arbeit auf drei Meter vergrößert und ausgegossen. Die Federzeichnung und die fertige Plastik symbolisieren das »Tragen« und »Getragen werden«. Der tragende Part erinnert an einen stilisierten Torso in Schrittstellung und gibt eine Bewegungsrichtung an, die quer zum Rhein verläuft. Das lastende Element umschlingt den Torso wie menschliche Gliedmaßen und wirkt lebendig.


Die Plastik steht mit ihrem Motiv des Tragens sowohl für die Brücke in ihrer Funktion als auch für den Dialog zwischen Menschen und Nationen. Im Hinblick auf die Brücke von Remagen, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, stellt die Skulptur ein Symbol des Friedens dar. Auch die abstrakte Versinnbildlichung menschlicher Beziehungen finden wir in der »Liebeskraft«: Männlichkeit und Weiblichkeit, Aktivität und Passivität verschmelzen – Eins werden in Zweisamkeit.

Der Künstler

Lajos Barta wurde 1899 in Budapest geboren und starb 1986 in Köln.

Skulpturenufer

Weiterführende Informationen

Anlässlich des 2000-jährigen Bestehens der Stadt Remagen wurde die Idee zu einem dauerhaften Kunstprojekt entlang des Rheinufers in Kooperation mit dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck entwickelt. Ein Skulpturenufer mit derzeit 15 Arbeiten renommierter Künstlerinnen und Künstler wurde von 2001 bis heute auf 14 Rheinkilometern zwischen Remagen-Rolandswerth und Remagen-Kripp realisiert.

 

Für Gruppen mit bis zu 6 Personen bieten wir auch ca. 2-stündige geführte Fahrradtouren an, bei denen Ihnen kenntnisreich und unterhaltsam die einzelnen Skulpturen näher gebracht werden.

 

Weiter Infos: KONZEPT / INFOS / KARTE ZUM SKULPTURENUFER ROLANDSECK

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