UNWESEN UND TREIBEN | DE-CODING SOPHIE. NOW!

05 Apr 2022

»...Dabei hat insbesondere Taeuber-Arps ausgewogene Interdisziplinarität eine große Faszination und Inspirationsquelle für die Studierenden dargestellt.«

De-Coding Sophie. Now!

 

Die Ausstellung »De-Coding Sophie. NOW!« ist in Zusammenarbeit zwischen dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck und Studierenden der Köln International School of Design (KISD) entstanden. Die Studierenden haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, in welcher Weise Taeuber-Arps Arbeit unsere heutige Lebenswelt berührt. Als Resultat hat es »De-Coding Sophie. NOW!« sich zum Ziel gesetzt, die Aktualität ihrer Arbeiten in einen zeitgenössischen Kontext zu setzen. Dabei hat insbesondere Taeuber-Arps ausgewogene Interdisziplinarität eine große Faszination und Inspirationsquelle für die Studierenden dargestellt – nicht zuletzt mit Blick auf den eigenen Studiengang Integrated Design, welcher den Fokus auf eine interdisziplinär ausgerichtete Designausbildung setzt.

 

Die Techniken und formalen Elemente der Künstlerin werden in »De-Coding Sophie. NOW!« analysiert, ›entschlüsselt‹ und mit neuen Technologien re-interpretiert. Hierdurch soll den Betrachtenden der Zugang zu Taeuber-Arps Relevanz für Innovation ermöglicht werden, um in einen Dialog mit ihrer Kunst treten zu können. Die Werke in »De-Coding Sophie. NOW!« bedienen sich an den von Taeuber-Arp verwendeten Basisprinzipien der geometrischen Abstraktion, Wiederholung und Klarheit von Elementen und präsentieren diese in verschiedenen medialen Ausprägungen und Techniken. Zugleich reagieren die Werke im Sinne Taeuber-Arps Prinzip und Wunsch Werke »auf die Zeit und den Ort, an dem sie entstanden sind« zu beziehen und »lebendige Dinge« in »einem neuen Stil, der [heutzutage] zu uns passt« zu schaffen.

 

KISD Projektteam: Brendon Berisha, Charlotte Mia Holke, Damla Ruzgar, David Stoffel, Emma Brenugat, Eradzh Yakubov, Florian Wiederstein, Hannah Lena Göbbels, Huiling Wang, Inga Catherine Grönitz, Joshua Probst, Jost Goldschmitt, Katrin Johanna Martens, Lennard Poppe, Lilli Josefine Monßen, Moritz Plöns, Maximilian Beck, Meike Raupach, Nitzan Tuvia, Ophelia Eleonore Fischer, Milan Omid Fröhlich, Philipp Pätzold, Phillip Schulz, Jonas Paul Spieker, Tamara Britta Zgraggen, Victor Jan Carlier, Yvonne Lober, Yushi Chen

 

unter der Leitung von Prof. Iris Utikal und Dipl. Des. Tanja Godlewsky, sowie MA Design Patricia Hepp für den Kostümentwurf.

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    De-Coding Sophie. Now!
    © Helmut Reinelt
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    © Helmut Reinelt
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    © Helmut Reinelt
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    © Franca Perschen
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    © Franca Perschen
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    De-Coding Sophie. Now!
    © Franca Perschen

Über die Ausstellung

UNWESEN UND TREIBEN
Auf dem Weg zu einer Dauerausstellung für Arp und Taeuber-Arp

Mit der Ausstellung »Unwesen und Treiben« legen wir den Grundstein für die 2023 geplante Dauerausstellung, die sich den beiden Pionier*innen der Moderne widmen wird.

Die großen Fragen rund um die künstlerischen Prinzipien der Kunst Hans Arps und Sophie Taeuber-Arps stellen wir uns in der Ausstellung nicht länger allein, sondern möchten in einen Austausch treten und damit neue Perspektiven auf das Schaffen Arps und Taeuber-Arps eröffnen. Wir wollen gemeinsam »Unwesen treiben«, inspiriert von den beiden Künstler*innen, die zu Lebzeiten die Kunstwelt gehörig auf den Kopf stellten. Sie machten Dinge anders, dachten sie neu und schufen dabei Werke, deren Relevanz bis heute ungebrochen ist. Ein Paar der Moderne, das in seiner innovativen Strahlkraft fortwährend zu begeistern versteht. Ihr Œuvre bietet immer wieder neue Ansatzpunkte, frei und kreativ zu denken, zu leben und Kunst zu schaffen.

 

Zu unserer Unterstützung haben wir drei Gruppen eingeladen, mit uns zusammen nachzudenken, Fragen zu stellen und auszuprobieren: Student*innen der Köln International School of Design (KISD), Teilnehmer*innen des Nak Nak Kunstlabor in Köln und Schüler*innen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Bonn. Mit Hilfe von Workshops vor und während der Ausstellung setzen sich die teilnehmenden Gruppen mit der Kunst von Hans und Sophie auseinander. Die so gewonnenen neuen Perspektiven werden im Anschluss in drei sich abwechselnden Ausstellungen im Kabinettraum der oberen Ausstellungsetage zu sehen sein und die Schau fortwährend ergänzen.

 

Die Besucher*innen erwartet darüber hinaus ein ungewöhnlicher Blick auf Werke der Museumssammlung: Überraschendes und bekannte Highlights aus der Sammlung werden in einer außergewöhnlicher Ausstellungsarchitektur präsentiert. Weiterführendes Recherchematerial und begleitende diskursive Formate laden zum Verweilen und zur eigenständigen Beschäftigung mit unseren Hauspatron*innen ein.

 

So machen wir uns gemeinsam mit Ihnen auf den Weg, begleitet von den zwei Pionier*innen der Abstraktion Arp und Taueber-Arp. Wir begeben uns auf die Suche nach neuen Ideen, Informationen und Austausch, um für die beiden Namensgeber*innen des Arp Museums Bahnhof Rolandseck eine spannende Dauerausstellung entstehen zu lassen. Nur mit Ihnen wird sie zu einem lebendigen Ort der Kunst, des Austauschs und der Inspiration.

 

UNWESEN UND TREIBEN

bis zum 16.10.2022 // Arp-Etage

 

DIGITALE ERÖFFNUNG

vom 03.04.2022

AUSSTELLUNGEN 2021/ 2022

PROGRAMM »WEGWEISERINNEN« 2022:

 

BETTINA POUSTTCHI. FLUIDITY

19. Dezember 2021 - 12. Juni 2022 // Neubau

 

KUNSTKAMMER RAU: DAS SIND MEINE MODERNEN FRAUEN

Tausche Monet gegen Modersohn-Becker

20. Februar - 04. September 2022 // Kunstkammer

 

UNWESEN UND TREIBEN

Auf dem Weg zu einer Dauerausstellung für Arp und Taeuber-Arp

03. April - 16. Oktober 2022 // Arp-Etage

 

BERLINDE DE BRUYCKERE

03. Juli 2022 - 08. Januar 2023 // Neubau

 

KUNSTKAMMER RAU: TIERISCH WAS LOS!

Tiere und ihre Menschen

25. September 2022 - 26. März 2023 // Kunstkammer

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