Torso und Blatt-Torso

1930, Hans Arp

  • © VG Bild-Kunst, Bonn 2016/ Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Mick Vincenz
    1 / 2
    Hans Arp, Torso, 1930 Bronze (0/5)
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2016/ Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Mick Vincenz
  • © VG Bild-Kunst, Bonn 2016/ Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Mick Vincenz
    2 / 2
    Hans Arp, Blatt-Torso, 1963 Bronze (0/V, Rudier 1981)
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2016/ Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Mick Vincenz

Zu den Werken

Torso, 1930
Bronze (0/5), Höhe 27 cm

 

Blatt-Torso, 1963
Bronze (0/V, Rudier 1981), Höhe: 87 cm

 

 

Das Abbild des menschlichen Körpers spielt in der Kunst von jeher eine zentrale Rolle. Besonders seit Auguste Rodin beschäftigen sich viele Künstler wieder mit der Darstellung von Torsi. Auch Arp variiert diese Thematik in zahlreichen Plastiken. Bereits 1930 zählt ein menschlicher Torso zu seinen ersten vollplastischen Arbeiten. Bei Blatt-Torso werden wir indes Zeuge des Gestaltwandels von Mensch und Pflanze. Trotz der augenscheinlich vegetabilen Formensprache zieht man sogleich Parallelen zwischen den vermeintlichen Knospen und menschlichen Formen. Mit dem klassischen Motiv des Torsos haben beide Skulpturen wenig gemein. So stecken die Stümpfe der fehlenden Gliedmaßen voller Vitalität, erinnern an die sprießenden Triebe einer Pflanze. Sie bezeugen Arps stetige Auseinandersetzung mit den natürlichen Wachstumsprozessen.

 

 

Diese Seite teilen